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PCOS

Welche Vitamine fehlen mir bei PCOS?

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Inhaltsverzeichnis

  1. 01. Warum das PCO-Syndrom ein Nährstofffresser ist
  2. 02. Die wichtigsten Vitamine & Nährstoffe bei PCOS (wissenschaftlich belegt)
  3. 03. Symptom-Check: Welches Vitamin fehlt dir?
  4. 04. Sonderfall: B12-Mangel durch Metformin
  5. 05. Supplemente kaufen: worauf du achten musst
  6. 06. Fazit: in 3 Schritten zur hormonellen Balance

Bei PCOS führen Insulinresistenz und chronische Entzündung dazu, dass dein Körper bestimmte Nährstoffe schneller verbraucht oder schlechter aufnimmt. Die am häufigsten betroffenen Stoffe sind Inositol, Vitamin D, Magnesium, Omega-3-Fettsäuren sowie Zink und B-Vitamine. Ein gezieltes Auffüllen dieser Mängel kann deine Hormonsymptome deutlich lindern, deinen Zyklus regulieren und deine Energie zurückbringen.

Wenn du mit PCOS (dem polyzystischen Ovarialsyndrom) lebst, kennst du dieses Gefühl wahrscheinlich: Du isst einigermaßen gesund, versuchst, auf dich zu achten, und dennoch fühlt sich dein Körper irgendwie aus dem Gleichgewicht. Müdigkeit, Heißhunger, unreine Haut, ein unregelmäßiger Zyklus, Haarausfall... Hinter all diesen Symptomen steckt oft mehr als nur eine Hormonstörung, nämlich spezifische Nährstoffmängel, die durch das PCOS selbst verursacht werden.

Ja, du hast richtig gelesen. PCOS ist nicht nur eine Erkrankung der Eierstöcke. Es ist in erster Linie eine metabolische Erkrankung, die Entzündungen anheizt, den Insulinstoffwechsel stört und dabei deinen Körper regelrecht an bestimmten Mikronährstoffen auszehrt. In diesem Artikel erkläre ich dir, welche Nährstoffe bei PCOS besonders häufig fehlen, wie du erkennst, ob du betroffen bist, und was du konkret dagegen tun kannst. 

Du möchtest mehr über PCOS und die Hintergründe erfahren? In diesem Artikel findest du alle wichtigen Infos.

Kurz & knapp: Die wichtigsten Mängel bei PCOS

Studien zeigen, dass Frauen mit PCOS besonders häufig an diesen Nährstoffen mangelt:

  • Inositol wirkt direkt auf Insulinresistenz und Eizellenqualität
  • Vitamin D fehlt bei 67 bis 85 % der betroffenen Frauen
  • Magnesium ist unverzichtbar für den Blutzucker und das Nervensystem
  • Omega-3-Fettsäuren helfen, Entzündungen und erhöhte männliche Hormone zu senken
  • Zink, B-Vitamine & Chrom spielen eine wichtige Rolle für Haut, Haare und Insulinsensitivität

Klingt nach dir? Dann lies unbedingt weiter. Ich zeige dir auch, wie du prüfst, welcher Mangel hinter deinen konkreten Symptomen steckt.

Warum das PCO-Syndrom ein Nährstofffresser ist

Um zu verstehen, warum PCOS so viele Nährstoffmängel begünstigt, müssen wir kurz in die Biologie eintauchen. Keine Sorge, ich halte es einfach!

PCOS wird heute von der Wissenschaft nicht mehr nur als gynäkologische Erkrankung betrachtet, sondern als metabolisches Syndrom. Das bedeutet: es betrifft deinen gesamten Stoffwechsel. Zwei Mechanismen sind dabei besonders wichtig:

Insulinresistenz: Bei etwa 70 % der Frauen mit PCOS reagieren die Körperzellen schlechter auf Insulin. Der Körper muss deshalb immer mehr Insulin produzieren, um den Blutzucker zu regulieren. Dieses überschüssige Insulin stört die Hormonproduktion, erhöht männliche Hormone (Androgene) und führt dazu, dass bestimmte Nährstoffe, darunter Magnesium und Inositol, deutlich schneller verbraucht werden.

Chronische niedriggradige Entzündung: PCOS geht häufig mit einer stillen, dauerhaften Entzündung im Körper einher. Diese verbraucht Antioxidantien und entzündungshemmende Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren, Vitamin D und Zink, und zwar in einem erhöhten Tempo.

Das Ergebnis: Dein Körper braucht eigentlich mehr von diesen Nährstoffen, nimmt sie durch die gestörte Insulinsignalisierung aber gleichzeitig schlechter auf und verbraucht sie schneller. Ein echter Teufelskreis, der deine Symptome verstärkt, und den wir gezielt durchbrechen können.

Die wichtigsten Vitamine & Nährstoffe bei PCOS (wissenschaftlich belegt)

Inositol, der Schlüssel-Nährstoff für deinen Insulinspiegel

Wenn ich einen einzigen Stoff nennen müsste, der bei PCOS den größten Unterschied machen kann, wäre es Inositol. Und das sage ich nicht ohne Grund.

Inositol ist ein vitaminähnlicher Stoff, auch als Pseudo-Vitamin oder früher als "Vitamin B8" bezeichnet, da der Körper ihn in kleinen Mengen selbst herstellen kann. Er spielt eine entscheidende Rolle als Botenstoff des Insulins: Er hilft den Zellen buchstäblich, das Signal von Insulin zu empfangen und Glukose aufzunehmen. Bei PCOS ist genau dieser Mechanismus gestört. Die Zellen hören das Insulin schlechter, weshalb der Körper immer mehr davon produziert.

Es gibt zwei Formen von Inositol, die für PCOS relevant sind: Myo-Inositol (MI) und D-Chiro-Inositol (DCI). Sie arbeiten auf unterschiedliche Weise: MI verbessert die Glukoseaufnahme in den Zellen und wirkt direkt auf die Eierstöcke, während DCI die Glykogenspeicherung in Leber und Muskeln fördert (1).

Myo-Inositol oder D-Chiro-Inositol, was ist besser?

Die beiden Formen wirken auf unterschiedliche Weise, weshalb eine Kombination aus beiden in der Forschung besonders gut abschneidet: MI verbessert die Insulinsignalisierung direkt in den Eierstöcken und unterstützt die Eizellenreifung, während DCI die Glykogenspeicherung in Leber und Muskeln fördert und so zur Senkung des Insulinspiegels beiträgt (1)(2). Achte beim Kauf darauf, dass das Produkt beide Formen enthält und auf seriösen klinischen Studien basiert.

Vitamin D, das Hormon-Vitamin für deinen Zyklus

Vitamin D ist eigentlich gar kein "echtes" Vitamin. Es wirkt eher wie ein Hormon und hat Rezeptoren in fast allen Körpergeweben, darunter auch in den Eierstöcken und der Gebärmutter.

Bei PCOS ist ein Vitamin-D-Mangel besonders häufig: Studien schätzen, dass zwischen 67 und 85 % der Frauen mit PCOS nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt sind (3)(4). Ein solcher Mangel hängt direkt mit verstärkter Insulinresistenz, erhöhten Androgenen und Zyklusstörungen zusammen (5).

Vitamin D spielt außerdem eine wichtige Rolle für die Immunregulation und die Eindämmung von Entzündungen, beides Bereiche, die bei PCOS aus dem Gleichgewicht geraten können.

Wichtig zu wissen: Ein Bluttest ist die einzige zuverlässige Möglichkeit, deinen Vitamin-D-Spiegel zu kennen. Bitte deine Ärztin oder deinen Arzt um eine Messung des 25(OH)D-Wertes.

Magnesium, der Helfer bei Heißhunger und Stress

Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt, und beim PCOS spielt es gleich mehrere entscheidende Rollen.

Studien zeigen, dass Frauen mit PCOS dazu neigen, deutlich weniger Magnesium zu sich zu nehmen als empfohlen, und dass niedrige Magnesiumspiegel mit verstärkter Insulinresistenz und erhöhten Testosteronwerten zusammenhängen (6). Das ist kein Zufall: Magnesium ist ein sogenannter zweiter Botenstoff der Insulinsignalisierung, es hilft dem Insulin, seine Arbeit richtig zu machen.

Darüber hinaus wirkt Magnesium beruhigend auf das Nervensystem, unterstützt einen guten Schlaf und kann PMS-Symptome lindern, alles Bereiche, unter denen viele Frauen mit PCOS besonders leiden.

Wenn du supplementierst, achte auf die Form: Magnesiumbisglycinat ist eine der am besten verträglichen und bioverfügbarsten Formen. Sie wird vom Magen deutlich besser toleriert als beispielsweise Magnesiumoxid.

Omega-3-Fettsäuren, Entzündungen natürlich senken

Omega-3-Fettsäuren (insbesondere EPA und DHA) sind bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften, und genau das macht sie bei PCOS so wertvoll.

Eine Meta-Analyse von Studien mit Frauen mit PCOS zeigte, dass eine Omega-3-Supplementierung sowohl die Entzündungsmarker (hs-CRP) signifikant senken als auch erhöhte Testosteronwerte und LH-Spiegel verbessern kann (7). Ein doppelter Vorteil: weniger Entzündung, bessere Hormonbalance.

Zusätzlich wirken Omega-3-Fettsäuren positiv auf den Lipidstoffwechsel, ein Aspekt, der bei PCOS oft vernachlässigt wird, aber langfristig das Herzkreislaufrisiko beeinflusst.

Tipp: Achte bei einem Fischöl-Supplement auf einen niedrigen ToTOX-Wert (ein Maß für die Oxidation des Öls), denn oxidiertes Fischöl kann mehr schaden als nützen.

Zink & B-Vitamine, Fokus auf Haut und Haare

Zink ist ein Spurenelement, das direkt in die Androgen-Regulation eingreift: Es hemmt das Enzym, das Testosteron in seine deutlich wirksamere Form DHT (Dihydrotestosteron) umwandelt. DHT ist nämlich das, was Akne, Haarausfall und übermäßigen Haarwuchs verursacht. Mehrere Studien zeigen, dass eine Supplementierung sowohl Haarausfall als auch Hirsutismus verbessern kann (8)(9).

B-Vitamine, insbesondere B6, B9 (Folat) und B12, spielen eine zentrale Rolle in der Hormonregulation, der Entgiftung und der Energiegewinnung. Bei PCOS ist es besonders wichtig, auf einen ausreichenden B-Vitamin-Status zu achten, da diese Vitamine eng mit dem Homocysteinstoffwechsel zusammenhängen.

Chrom, der unterschätzte Helfer für den Blutzucker

Chrom ist ein Spurenelement, das den Körper dabei unterstützt, Insulin effizienter zu nutzen. Es verstärkt die Wirkung von Insulin an der Zellmembran und hilft so, Glukose besser aufzunehmen. Bei PCOS, wo Insulinresistenz so zentral ist, macht das Chrom zu einem interessanten Ergänzungsstoff.

Mehrere randomisierte, doppelblinde Studien zeigen, dass eine Supplementierung mit Chrom-Picolinat zu einer signifikanten Verbesserung der Insulinsensitivität und einer Reduktion der Nüchterninsulinwerte bei Frauen mit PCOS führen kann (12)(13). Einige Studien beobachteten zusätzlich eine Zunahme der Ovulationsrate nach mehrmonatiger Einnahme.

Chrom kommt natürlich in Vollkornprodukten, Fleisch, Hülsenfrüchten und Nüssen vor. Als Supplement wird in Studien meist Chrom-Picolinat verwendet, da diese Form am besten bioverfügbar ist.

Eisen & Ferritin, ein Sonderfall bei PCOS

Das Thema Eisen bei PCOS ist komplexer als es auf den ersten Blick scheint, und genau deshalb lohnt es sich, es genauer zu betrachten.

Frauen mit PCOS, die unter unregelmäßigen oder ausbleibenden Perioden leiden (Oligomenorrhö), verlieren weniger Blut pro Monat und haben deshalb häufig eher normale oder sogar erhöhte Ferritinwerte. Das erscheint paradox, hat aber eine biologische Erklärung: erhöhte Androgene und veränderte Hepcidinwerte begünstigen eine gewisse Eisenakkumulation (14).

Auf der anderen Seite gibt es Frauen mit PCOS, die unter starken oder unregelmäßigen Blutungen leiden. In diesen Fällen kann sich schnell ein Eisenmangel entwickeln, auch ohne klassische Anämie. Studien zeigen, dass bereits eine niedrige Ferritinkonzentration Haarausfall und anhaltende Müdigkeitverursachen kann, lange bevor der Hämoglobinwert sinkt (15).

Meine Empfehlung: Lass im Rahmen deines Blutbilds sowohl Ferritin als auch Transferrinsättigung bestimmen, nicht nur den Hämoglobinwert. Ferritin ist der sensiblere Marker, und deine Ärztin oder dein Arzt kann die Werte im Kontext deines PCOS richtig interpretieren.

Du fragst dich, welche Ernährung bei PCOS am besten ist? Hier erfährst du, welche Lebensmittel dich unterstützen.

Symptom-Check: Welches Vitamin fehlt dir?

Deine Symptome können dir wichtige Hinweise geben, welche Nährstoffe bei dir besonders im Fokus sein sollten. Hier ist eine Übersicht:

Dein Symptom Möglicher Mangel Lösung / Wirkung
Unregelmäßiger Zyklus, ausbleibende Periode Inositol, Vitamin D Inositol reguliert Insulin und unterstützt den Eisprung; Vitamin D beeinflusst die Hormonproduktion der Eierstöcke
Akne, unreine Haut Zink, Omega-3 Zink hemmt DHT; Omega-3 reduziert die entzündliche Hautreaktion
Haarausfall, dünner werdendes Haar Zink, Inositol, Ferritin Zink schützt Haarfollikel vor DHT; Inositol senkt erhöhte Androgene; niedriges Ferritin ist ein häufig übersehener Faktor
Heißhunger, ständige Müdigkeit Magnesium, Inositol, Vitamin D, Chrom Diese Nährstoffe verbessern die Insulinsensitivität und die zelluläre Energiegewinnung
Stimmungsschwankungen, Angstzustände Magnesium, Omega-3, Vitamin D Alle drei Nährstoffe beeinflussen die Neurotransmitterproduktion und das Stresssystem
Übermäßiger Haarwuchs (Hirsutismus) Zink, Inositol, Omega-3 Reduzieren erhöhte Androgene auf verschiedenen Wegen
Gewichtszunahme trotz gesunder Ernährung Inositol, Magnesium, Vitamin D Verbessern die Insulinsensitivität, was die Fetteinlagerung beeinflusst
Müdigkeit und Haarausfall bei starken Blutungen Eisen (Ferritin), Vitamin B12 Ferritinmangel kann Haarausfall verursachen, noch bevor eine Anämie sichtbar wird
Schneller Hunger nach dem Essen, Heißhunger auf Süßes Chrom, Inositol, Magnesium Chrom verbessert die Insulinsensitivität an der Zellmembran und hilft, Blutzuckerschwankungen zu glätten

Diese Tabelle ersetzt selbstverständlich keine medizinische Untersuchung. Sie soll dir aber eine erste Orientierung geben, mit der du informiert in das Gespräch mit deiner Ärztin oder deinem Arzt gehen kannst.

Sonderfall: B12-Mangel durch Metformin

Das wissen viele Ärzte nicht, oder vergessen es zu erwähnen

Metformin ist eines der am häufigsten verschriebenen Medikamente bei PCOS. Es hilft, die Insulinresistenz zu verbessern. Was jedoch kaum jemand weiß: Metformin senkt die Aufnahme von Vitamin B12 im Darm, indem es die Kalziumabhängigkeit des Intrinsic-Faktor-Rezeptors stört.

Studien zeigen eindeutig, dass Frauen mit PCOS, die Metformin einnehmen, signifikant niedrigere Vitamin-B12-Spiegel haben als solche ohne Metformin, und zwar dosisabhängig (10)(11). Ein Vitamin-B12-Mangel kann dauerhafte neurologische Schäden, Erschöpfung, Stimmungstiefs und Anämie verursachen.

Was du tun solltest: Wenn du Metformin nimmst, bitte deine Ärztin oder deinen Arzt ausdrücklich darum, deinen Vitamin-B12-Spiegel regelmäßig zu kontrollieren. Das wird standardmäßig leider oft nicht gemacht. Zusätzlich kann eine Supplementierung mit Methylcobalamin (der aktivsten Form von B12) sinnvoll sein.

Supplemente kaufen: worauf du achten musst

Der Nahrungsergänzungsmarkt ist riesig, und leider ist nicht alles, was auf der Verpackung steht, auch drin oder tatsächlich wirksam. Hier ist meine persönliche Checkliste für dich:

1. Bioverfügbarkeit der Inhaltsstoffe
Nicht alle Formen eines Nährstoffs sind gleich gut aufnehmbar. Magnesiumbisglycinat ist besser als Magnesiumoxid; Methylcobalamin (B12) ist besser als Cyanocobalamin; Zinkbisglycinat wird besser toleriert als Zinksulfat.

2. Keine überflüssigen Füllstoffe
Schaue auf die Inhaltsliste. Zuckerarten, künstliche Farbstoffe, Titandioxid oder überflüssige Bindemittel sind bei hochwertigen Produkten unnötig.

3. Bei Inositol auf die Kombination achten
Achte darauf, dass das Produkt sowohl Myo-Inositol als auch D-Chiro-Inositol enthält. Beide Formen sind in Studien gemeinsam am wirksamsten, da sie auf unterschiedliche Stoffwechselwege einwirken.

4. ToTOX-Index bei Omega-3
Fischöl kann oxidieren und dann schädlich wirken. Ein gutes Omega-3-Supplement weist einen niedrigen ToTOX-Wert auf, idealerweise deutlich unter dem GOED-Standard von 26.

5. Immer zuerst testen lassen
Vor allem bei Vitamin D gilt: Lass deinen Spiegel zunächst durch eine Blutuntersuchung bestimmen, bevor du supplementierst. Eine Überdosierung von Vitamin D ist möglich und unerwünscht.

6. Lass dich professionell begleiten
Eine Fachkraft für Mikronährstoffmedizin oder eine auf PCOS spezialisierte Ernährungsberaterin kann dir helfen, eine auf dich zugeschnittene Strategie zu entwickeln.

 

Fazit: in 3 Schritten zur hormonellen Balance

Die Antwort auf die Frage "Welche Vitamine fehlen mir bei PCOS?" ist nie für alle gleich. Aber es gibt klare Muster, die wissenschaftlich gut belegt sind. Hier ist mein praktischer Fahrplan für dich:

Schritt 1, Testen: Lass mindestens Vitamin D, B12 (besonders wenn du Metformin nimmst) und deinen allgemeinen Blutbefund (Eisen, Ferritin, Zink) überprüfen. Diese Basis gibt dir Klarheit darüber, wo du wirklich stehst.

Schritt 2, Supplementieren: Starte mit den Grundlagen: Inositol (Kombination aus Myo- und D-Chiro-Inositol), Vitamin D (nach Bluttest), Magnesiumbisglycinat und ein hochwertiges Omega-3-Präparat. Ergänze Zink und B12, wenn Symptome oder Testergebnisse darauf hinweisen.

Schritt 3, Re-Check: Lass deinen Status nach drei bis sechs Monaten erneut kontrollieren. Nährstoffoptimierung ist kein Sprint, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Dein Körper braucht Zeit, um zu reagieren, aber er wird es tun.

Du musst das nicht alleine schaffen, und es gibt keine perfekte Reihenfolge. Jeder kleine Schritt, den du für deine Gesundheit tust, zählt. Ich bin hier, um dich auf diesem Weg zu begleiten. 💜

Wissenschaftliche Referenzen

(1) Benelli E, Del Ghianda S, Di Cosmo C, Tonacchera M. A Combined Therapy with Myo-Inositol and D-Chiro-Inositol Improves Endocrine Parameters and Insulin Resistance in PCOS Young Overweight Women. International Journal of Endocrinology. 2016;2016:3204083. doi:10.1155/2016/3204083. PMC4963579.

(2) Pustotina O, Myers SH, Unfer V, Rasulova I. The Effects of Myo-Inositol and D-Chiro-Inositol on Hormonal and Metabolic Profile in Women with PCOS. Gynecological and Obstetric Investigation. 2024;89(2):131-139. doi:10.1159/000536163. PMID:38295772.

(3) Di Bari F, Catalano A, Bellone F, Martino G, Benvenga S. PCOS Physiopathology and Vitamin D Deficiency: Biological Insights and Perspectives for Treatment. Journal of Clinical Medicine. 2022;11(15):4509. doi:10.3390/jcm11154509.

(4) Systematic Review: The Association Between Vitamin D and PCOS in Women. Nutrients. 2026;18(6):968. doi:10.3390/nu18060968.

(5) Thomson RL, Spedding S, Buckley JD. Vitamin D in the aetiology and management of polycystic ovary syndrome. Clinical Endocrinology. 2012;77(3):343-350. doi:10.1111/j.1365-2265.2012.04434.x. PMID:22574874.

(6) Zhu D, et al. Associations of Serum Magnesium With Insulin Resistance and Testosterone in Women With Polycystic Ovary Syndrome. Frontiers in Endocrinology. 2021;12:683040. doi:10.3389/fendo.2021.683040. PMID:34248844.

(7) Yuan J, et al. Efficacy of omega-3 polyunsaturated fatty acids on hormones, oxidative stress, and inflammatory parameters among polycystic ovary syndrome: a systematic review and meta-analysis. Annals of Palliative Medicine. 2021;10(8):8895-8907. doi:10.21037/apm-21-1838.

(8) Jamilian M, Foroozanfard F, Bahmani F, Talaee R, Monavari M, Asemi Z. Effects of Zinc Supplementation on Endocrine Outcomes in Women with Polycystic Ovary Syndrome: a Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. Biological Trace Element Research. 2016;170(2):271-278. doi:10.1007/s12011-015-0480-7. PMID:26315303.

(9) Nasiadek M, Stragierowicz J, Klimczak M, Kilanowicz A. The Role of Zinc in Selected Female Reproductive System Disorders. Nutrients. 2020;12(8):2464. doi:10.3390/nu12082464. PMID:32824334.

(10) Kamrul-Hasan AB, et al. Comparison of Serum Vitamin B12 Levels Among Drug-Naive and Metformin-Treated Patients With Polycystic Ovary Syndrome. Cureus. 2022;14(10):e30467. doi:10.7759/cureus.30467. PMID:36415424. PMC9674047.

(11) Liu Q, Li S, Quan H, Li J. Vitamin B12 Status in Metformin Treated Patients: Systematic Review. PLOS ONE.2014;9(6):e100379. doi:10.1371/journal.pone.0100379. PMID:24959880. PMC4069007.

(12) Ashoush S, Abou-Gamrah A, Bayoumy H, Othman N. Chromium picolinate reduces insulin resistance in polycystic ovary syndrome: Randomized controlled trial. Journal of Obstetrics and Gynaecology Research. 2016;42(3):279-285. doi:10.1111/jog.12907. PMID:26663540.

(13) Jamilian M, Asemi Z. Chromium Supplementation and the Effects on Metabolic Status in Women with Polycystic Ovary Syndrome: A Randomized, Double-Blind, Placebo-Controlled Trial. Annals of Nutrition and Metabolism. 2015;67(1):42-48. doi:10.1159/000438690. PMID:26279073.

(14) Escobar-Morreale HF, et al. Role of Decreased Circulating Hepcidin Concentrations in the Iron Excess of Women with the Polycystic Ovary Syndrome. Journal of Clinical Endocrinology and Metabolism. 2011;96(3):846-852. doi:10.1210/jc.2010-2011. PMID:21189254.

(15) Chang CH, et al. Diagnosis and treatment of female alopecia: Focusing on the iron deficiency-related alopecia. Tzu Chi Medical Journal. 2024;36(1):14-21. doi:10.4103/tcmj.tcmj_88_23. PMID:38035053. PMC10683524.

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